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Soziale Phobie mit Hypnose überwinden

8. Okt.
1 Min. Lesezeit

Vor ein paar Tagen hatte ich eine Klientin bei mir in der Praxis, die ich nur durch ein telefonisches Erstgespräch kannte. Sie litt bereits seit ihrer Kindheit unter sozialen Ängsten. Situationen, wie nach dem Weg fragen, oder ins Schwimmbad gehen, oder in eine Gruppe mit fremden Menschen zu sein, war für sie der Horror. Schon vorher die panikartigen Gedanken: Was denken andere über mich? Habe ich überhabt etwas zu bieten? Was reden diese Menschen über ich? etc. So vermied sie viele soziale Situationen. Auch das erste persönliche Treffen mit mir als Fremden, sorgte für einen massiven Herzschlag, der ihr am Hals zu erkennen war. Erstaunlicherweise lies sie sich gut auf die Hypnose ein, trotz ihrer vorher beschriebenen Angst vor Kontrollverlust. Schnell tauchten spontan 2 Situationen aus ihrer Kindheit auf. Einmal mit 7 Jahren hatte sie so große Angst in der Schule und traute sich nicht zu fragen, ob sie auf Toilette gehen dürfte, dass sie einnässte, die Zweite mit 4 Jahren, wurde sie von ihrer Mutter angeschrien und mehrfach geohrfeigt, weil sie ihr Zimmer nicht gut genug für die Mutter aufgeräumt hatte. Dabei kamen die Gefühle etwas hoch und es kullerten ein paar Tränen. Wir lösten diese Emotionen auf und verarbeiteten diese Kindheitstraumata und ich bat meine Klientin sich vorzustellen, jetzt gleich auf der Straße jemanden Fremdes an zu sprechen und nach dem Weg zu fragen, sie blieb vollkommen ruhig und gelassen, keine Angst spürbar für sie. Auch die Vorstellung vor einer Gruppe von Fremden einen kleinen Vortrag zu halten, verursachte keine Angstgefühle. Dies wäre vor der Sitzung unmöglich gewesen. Allein die Vorstellung solcher Situationen löste Panik aus. Erschöpft aber glücklich verlies sie meine Praxis.



 
 
 

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